Positionen

Hier finden Sie die wichtigsten Stellungnahmen der vips zu behördlichen Vernehmlassungsvorlagen, Positionspapiere zu aktuellen politischen Diskussionen, Medienmitteilungen und Pressestimmen. Alle Dokumente sind geordnet nach Datum und Thema:

3. Juli 2019

Unsicherheit mit der EU schadet der Patientenversorgung in der Schweiz

Zug (01.07.2019) Die Unsicherheiten aus dem derzeitigen Powerplay zwischen der EU und der Schweiz gefährden auch die Versorgung der Schweizer Bevölkerung mit Arzneimitteln und Medizintechnik. Denn auf dem Spiel stehen auch Abkommen mit der EU, deren Fortbestand über den Marktzugang für die Schweiz entscheiden.

Der Rahmenvertrag mit der EU wurde von der Schweiz bisher nicht unterzeichnet. Die EU verwehrte der Schweiz darauf die Börsenäquivalenz. Nun hat der Bundesrat auf 1.7.2019 Retorsionsmassnahmen gegen die EU in Kraft gesetzt. Auch die Schweiz verweigert ab sofort den EU-Börsen die Äquivalenz.

Eine geordnete und positive wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU bedeutet für die Schweiz mit einem Gesamt-Exportvolumen in die EU von CHF 120 Mrd. sehr viel. Die Schweiz profitiert im Vergleich zu allen europäischen Staaten vom EU-Binnenmarkt am meisten .

Ohne eine Einigung mit der EU zum bilateralen Verhältnis, ist auch das Abkommen über die technischen Handelshemmnisse («Mutual Recognition Agreement», MRA) und damit der gegenseitige Marktzugang in Gefahr. Mit dem MRA ist heute sichergestellt, dass die für Industrieprodukte notwendigen Zertifizierungs- und Zulassungsprozesse gegenseitig anerkannt werden. Das Abkommen garantiert den Wirtschaftsakteuren in 20 Produktebereichen den Marktzugang zum Europäischen Binnenmarkt wie den Konkurrenten aus der EU.

Downloaden Sie hier den vollständigen Artikel:

Positionspapier Rahmenvertrag EU

4. Mai 2019

Unsoziale Zweiklassenmedizin 
durch Referenzpreise

Zug (28.04.2019) Das vom Bundesrat vorgelegte Paket 1 zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen schiesst am Ziel vorbei. Es wird stattdessen eine unsoziale Zweiklassenmedizin geschaffen. Patientinnen und Patienten müssten zusätzliche Kosten im Umfang von mehr als CHF 40 Mio. pro Jahr berappen, die nicht an die Franchise angerechnet werden können.

Der Bundesrat hat Mitte September 2018 sein erstes Paket zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen in die Vernehmlassung geschickt. Darin enthalten sind zwei Varianten eines Referenzpreissystems für Medikamente. Bei beiden Varianten wäre die Wahlfreiheit für Patientinnen und Patienten wie auch für die Leistungserbringer stark eingeschränkt. Die Bevölkerung müsste private Zuzahlungen in Kauf nehmen. Als Folge der vorgeschlagenen Regulierung würden Engpässe bei der Medikamentenversorgung zunehmen.

Downloaden Sie hier den vollständigen Artikel:

Positionspapier Referenzpreise Nein